Evangelischer Kindergarten Floriansanger
Evangelischer Kindergarten Floriansanger

Ziele unserer Arbeit und unser pädagogisches Konzept

Fortbildung zum Thema Partizipation

Neubiberg 

 

Liebe Eltern,

 

bei unseren letzten Konzepttagen im Oktober haben wir uns mit dem Thema Partizipation im Kindergarten befasst.

Es ging primär um die Ermittlung des gemeinsamen Ist- Standes, der in unserem Konzept festgeschrieben werden konnte und der Entwicklung von Veränderungen und Visionen.

Wie Sie sicher schon von Ihren Kindern erfahren haben, hatten die Ergebnisse dieser beiden Tage konkrete Auswirkungen auf unsere tägliche Arbeit mit den Kindern.

So haben wir gemeinsam mit den Kindern eine neue Essenssituation geschaffen und die tägliche Ruhephase umorganisiert.

 

Ihr Kindergartenteam

wo kämen wir hin

wenn alle sagen

wo kämen wir hin

und niemand ginge

um einmal zu schauen

wohin man käme

wenn man ginge

Kurt Marti

 

 

 

 

Partizipation bedeutet Beteiligung an Entscheidungen, die das eigene Leben und das der Gemeinschaft betreffen, und damit Mitwirkung, Mitgestaltung, Mitbestimmung und Mitverantwortung ebenso wie das Ermöglichen von Selbstbestimmung und Eigenverantwortung. Beschwerde- und Streitkultur sowie eine Kultur der Konfliktlösung sind weitere Aspekte von Partizipation.“ (Reichert-Garschhammer/Kieferle 2011)

 

„Partizipation zeichnet sich aus durch ergebnisoffene Situationen, in denen Willensbildungsprozesse gemeinsam erfolgen und Ergebnisse anders als erwartet ausfallen können. Kinderbeteiligung erfasst Mit- und Selbstbestimmung.“ (BayBEP 2006)

 

 

 

Partizipation in konkreten Situationen

 

Brotzeit am Vormittag:

 

In jeder Gruppe gibt es einen runden Brotzeittisch mit 6 Plätzen an dem die Kinder ihre von zuhause mitgebrachte Brotzeit einnehmen können. Dazu decken die Kinder den Tisch mit Porzellantellern und Gläsern. Der Kindergarten stellt Getränke wie Wasser, Saftschorle, Tee und 1x wöchentlich Kakao zur Verfügung. Während des Freispiels kann jedes Kind seine Brotzeit essen und sich vom Getränkeangebot bedienen. Jedes Kind spült anschließend Teller und Glas und stellt es wieder auf den sauberen Platz zurück. Bei Bedarf können sich die Kinder Unterstützung bei Erwachsenen oder älteren Kindern holen.

 

Mittagessen:

 

Um 12:30 Uhr gibt es Mittagessen in den jeweiligen Gruppen. Wir erarbeiten mit den Kindern Essensvorschläge, die in den Speiseplan einfließen. Gemeinsam mit den Kindern decken wir den Mittagstisch. Jedes Kind bedient sich selbst aus dem Speisenangebot und entscheidet was, und wie viel es essen möchte. Wir unterstützen, moderieren und begleiten einladend.

 

Kleidung beim Turnen:

 

Beim Turnen ziehen sich alle Kinder um. Sie können allerdings selbst entscheiden was sie anziehen möchten, ob sie barfuss turnen oder lieber Schläppchen anziehen.

 

 

Schlafen oder Ruhen:

 

Zum Wohle der uns anvertrauten Kinder haben wir beschlossen, dass alle unsere jungen Kinder und die Mittelkinder, die bis 16:30 Uhr und länger gebucht sind, einen Mittagsschlaf im Schlafraum halten. Sie können je nach Wunsch in Schlafanzug oder Unterwäsche schlafen und bei Bedarf ein Kuscheltier mitbringen. Die Ruhephase im Schlafraum dauert bis 14:30 Uhr.

 

Die Vorschulkinder und Mittelkinder können sich entscheiden zwischen:

  • Ruhen mit Kissen und Decke bei Geschichten oder Musik im Nebenraum oder
  • Stillbeschäftigung am Tisch

Die Ruhephase dauert bis 14:00 Uhr

 

Außerdem steht es natürlich jedem Kind frei im Schlafraum zu ruhen.

 

Freispiel:

 

Im Freispiel können die Kinder selbst wählen, wann sie wo mit wem wie lange spielen wollen, ob sie tätig sein, wahrnehmen, zusehen, kuscheln, ruhen, oder einfach nur da sein wollen. Kinder, die noch sehr unsicher sind, haben die Möglichkeit, sich im „Schutzraum“ der Gruppe aufzuhalten und sich an dem Gewohnten zu orientieren. Mit zunehmender Auseinandersetzung lösen sie sich Schritt für Schritt vom Vertrauten und erobern und erkunden mit zunehmendem Selbstvertrauen den neuen Lebensraum Kindergarten.

 

Kinderkonferenzen:

In Kinderkonferenzen werden z.B. Probleme besprochen, Regeln für die Gruppe aufgestellt, Projekte geplant oder Ergebnisse ausgewertet. Die Moderation übernimmt entweder ein/e Erzieher/in oder ein Kind. Das Fazit oder Ergebnis dieser Konferenzen wird von Erziehern oder Kindern zusammengefasst, protokolliert und für alle Gruppenmitglieder  einsehbar veröffentlicht.

 

 

 

„Demokratie ist die einzige Gesellschaftsordnung,

die gelernt werden muss“

 

Oskar Negt

Deutscher Sozialphilosoph

 

Im Folgenden möchten wir Ihnen die Ziele unserer Arbeit und das dahinterstehende pädagogische Verständnis erläutern. Aufgrund des Umfangs geben wir Ihnen hier nur einen kurzen Überblick. Es stehen Ihnen aber selbstverständlich beide Konzepte vollständig als PDF-Datei zur Verfügung. Zum Herunterladen folgen Sie bitte folgenden Links:

Ziele unserer Arbeit
Die+Ziele+unserer+Arbeit
Die+Ziele+unserer+Arbeit.pdf
PDF-Dokument [64.3 KB]
pädagogische Verständnis
Unser+P$C3$A4dagogisches+Verst$C3$A4ndnis
Unser+P$C3$A4dagogisches+Verst$C3$A4ndni[...]
PDF-Dokument [29.4 KB]
  • Unser Pädagogisches Verständnis
  • Die Ziele unserer Arbeit
Unser Hauptanliegen ist die Förderung der Basiskompetenzen (grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten, Haltungen und Persönlichkeitsmehrkmale) der uns anvertrauten Kinder. Diese Basiskompetenzen sind die Vorbedingungen für den Erfolg und die Zufriedenheit in Schule, Beruf, Familie und Gesellschaft. Dabei orientieren wir uns am Bayrischen Erziehungs- und Bildungsplan.

Bei der Arbeit mit unseren Kindern orientieren wir uns stets an dem individuellen Entwicklungsstand und betrachten das Kind ganzheitlich.

Zudem legen wir einen Schwerpunkt auf die religiöse Erziehung und Wertevermittlung unter Zugrundelegung folgender Aspekte:
  • Kinder stehen im Mittelpunkt
  • Kinder sind Ebenbilder Gottes
  • Kinder wachsen und entwickeln sich
  • Kinder leben in sozialen Beziehungen
  • Kinder brauchen Vorbilder
  • Kinder hoffen auf Zukunft

Hier finden Sie uns

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Floriansanger 5
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